Außerschulische Bildung 2/2026

Democracy Machine!

Demokratie in Aktion

Demokratie lebt vom Dialog! In einem modularen Workshop können Jugendliche erlernen, wie Kompromisse und Diskussionskultur eine funktionierende Demokratie stärken. Mithilfe der interaktiven „Democracy Machine!“ visualisieren die Teilnehmenden ihre Meinung und lernen dabei, Prinzipien gelungener Kommunikation anzuwenden. Gemeinsam reflektieren sie die Herausforderungen von Diskussionen in sozialen Medien, wie Anonymität, Fragmentierung oder Flooding. Im Weiteren werden Informationsstrategien (First- and Second-Hand-Evaluation) sowie Desinformationsstrategien behandelt. Ein interaktives Erlebnis, das zum Nachdenken und Mitmachen einlädt! von Andreas Lederer, Paula Ludwig-Molitor, Veit Hartung, Maximilian Körner, Sabine Gerstner und Klaus Lutz

Demokratie lebt vom Dialog! Gleichzeitig nehmen digitale Medien eine immer bedeutendere Rolle bei der Gestaltung dieses Dialoges ein und stellen Demokratien vor Herausforderungen (vgl. Lorenz-Spreen et al. 2023). Vor diesem Hintergrund soll dieser Praxisbeitrag Gemeinsamkeiten von Medien- und Demokratiekompetenz hervorheben und einige wichtige Lernziele für die politische Bildung herausarbeiten. Darauf aufbauend erfolgt die Einführung in die Methode „Democracy Machine!“ (basierend auf dem Exponat von Scarborough/Robertson 2015/2018), welche sich in vier Modulen mit den Themen (1) demokratische Diskussionskultur, (2) digitale Diskussionskultur, (3) Informations- sowie (4) Desinformationsstrategien beschäftigt. Die vorgestellten Module können im Umfang variiert werden. Dadurch entstehen Praxiseinheiten, die von 15-minütigen Kurzimpulsen bis zu 90-minütigen Seminareinheiten reichen.

Schnittbereiche zwischen politischer Bildung und Medienbildung

Wie müssen Kinder und Jugendliche vorbereitet werden, damit diese selbstbestimmt an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können? Zu dieser Frage veröffentlichte der Europäische Rat ein Demokratiekompetenzmodell, welches verschiedene Anforderungsprofile (Werte, Haltungen, Fähigkeiten, Wissen und Kritisches Denken) umfasst und als Leitlinie für Bildungsangebote dienen soll (vgl. Europarat 2023). Ebenso werden im Hinblick auf Medienkompetenz verschiedene Anforderungen formuliert (Medienkunde, -nutzung, -gestaltung und -kritik, vgl. Baacke 2024) die darauf abzielen einen selbstbestimmten und kritischen Umgang mit Medien zu fördern. In neueren Konzeptionen von Medienkompetenz (vgl. Digitales Deutschland 2021) sind diese Fähigkeiten zunehmend kleinteiliger differenziert oder werden parallel als eigenständige Konstrukte (bspw. AI Literacy, vgl. Long/Magerko 2020) diskutiert. Vorhandene Konzepte überlappen einerseits und werden andererseits schnell unübersichtlich. Ein erstes Ziel war es daher, zu vereinfachen und dabei Gemeinsamkeiten und geteilte Lernziele von Demokratie- und Medienkompetenz herauszuarbeiten (siehe Abbildung 1).