Außerschulische Bildung 3/2025

Facetten von Vertrauen

Stimmen aus der Praxis non-formaler politischer Bildung

Dieser Beitrag nähert sich praxisnahen Perspektiven auf Vertrauen in der non-formalen politischen Bildungsarbeit. Im Frühjahr 2025 wurde ein qualitativer Fragebogen zu „Vertrauen in der politischen Bildung“ an Mitglieder des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) verschickt. Die Fachkräfte der politischen Bildung wurden gebeten, ihr Verständnis und Erleben von Vertrauen im Kontext politischer Bildung zu teilen. Im Folgenden werden zentrale Erkenntnisse aus dieser explorativen Umfrage diskutiert. In die Analyse fließen Antworten von 15 Teilnehmenden ein. Die Erkenntnisse bieten Anschlussstellen für ein transformiertes Verstehen von Vertrauen im Kontext politischer Bildungsarbeit. von Ines Pohlkamp

Vertrauen als positiver Bezugspunkt

Vertrauen ist keine Selbstverständlichkeit, insbesondere nicht in der politischen Bildung. Politischer Bildung haftet schnell der Vorwurf an, sie sei manipulativ, wolle steuern und beeinflussen. Hier muss politische Bildung sich wehren. Sie muss sich vielfältig, kontrovers und demokratisch zeigen. Denn wenn Fake News Debatten (mit-)bestimmen, braucht es kompetente, mündige Menschen, die nicht nur eine Meinung vertreten, sondern dank politischer Bildung die Fakten kennen.

Für diesen Beitrag reflektierten Fachkräfte das Thema Vertrauen im professionellen Selbstkonzept, im Angebotssetting und im Kontext politischer Wirklichkeiten. Es zeigt sich – so viel sei zu Beginn verraten –, dass sie sich grundsätzlich positiv auf Vertrauen beziehen, auch wenn ihr Verstehen und ihre Gedanken dazu verschieden ausfallen.