Ein moderner, erzieherischer, gesetzlicher und struktureller Kinder- und Jugendschutz muss sich an den veränderten Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen sowie an den sich wandelnden gesellschaftlichen Entwicklungen orientieren. Die bundesweit erscheinende Fachzeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ) hat dies in den vergangenen 70 Jahren konsequent getan: Sie greift aktuelle und grundlegende relevante Themen im interdisziplinären Dialog auf und stellt den Kinder- und Jugendschutz als Querschnittsaufgabe in der Kinder- und Jugendhilfe dar.
Am 12. November 2025 hat die BAJ in Berlin das Erscheinen des 70. Jahrgangs der Fachzeitschrift mit langjährigen Weggefährt*innen und Beiratsmitgliedern gefeiert. Nach der Eröffnung durch das BMBFSFJ widmete die renommierte Professorin Karin Böllert ihren Vortrag dem Thema Schutz junger Menschen im 17. Kinder- und Jugendbericht. In Vorträgen und anschließenden Diskussionen wurde das breite Spektrum von KJug deutlich: Es umfasst Entwicklungen im Medienbereich mit neuen Risiken und Gefährdungen, aufkommende Suchtsubstanzen, Missbrauchsdebatten sowie Diskurse zur Jugendgewalt. Aber auch Themen wie die Gesundheitsprävention, Kinderrechte, Armut und Extremismus u. v. m. werden aufgegriffen.
KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird vierteljährlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ) herausgegeben und richtet sich an Fachkräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in Jugendämtern und Fachinstitutionen, Studierende und Lehrende an Fach- und Hochschulen sowie politische Mandatsträger auf Landes- und Bundesebene. Die BAJ leistet mit KJug einen Beitrag zum Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis.