Eingeschränkt oder kaum noch möglich – so ist die Lage des zivilgesellschaftlichen Engagements in weiten Teilen der Welt. Das verdeutlicht der achte Atlas der Zivilgesellschaft 2025, den Brot für die Welt Anfang Juni 2025 in Berlin vorgestellt hat. Nur dreieinhalb Prozent der Weltbevölkerung leben dem Bericht zu Folge in Staaten mit uneingeschränkten zivilgesellschaftlichen Freiheiten, mehr als 85 % hingegen in Ländern mit beschränkter, unterdrückter oder geschlossener Zivilgesellschaft. Der Bericht stützt sich auf Daten des internationalen Netzwerks Civicus. Er ordnet zivilgesellschaftliche Freiheitsgrade in fünf Stufen ein, von „offen“ über „beeinträchtigt“ und „beschränkt“ bis hin zu „unterdrückt“ oder „geschlossen“. Deutschland wurde erneut der Kategorie „beeinträchtigt“ zugeordnet – wie etwa auch Australien und die Niederlande. Mit dem Schwerpunktthema „Angriffe auf den Rechtsstaat“ zeigt der Report, wie Regierungen rechtsstaatliche Mechanismen missachten, manipulieren und aushöhlen, um Grundlagen für die Repression der Zivilgesellschaft zu schaffen. Er zeigt aber auch, wie zivilgesellschaftliche Organisationen bestehendes Recht nutzen, um sozialen und ökologischen Fortschritt voranzutreiben.