Außerschulische Bildung 3/2025

Bundesjugendkuratorium fordert mehr Chancengerechtigkeit für junge Erwachsene

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) warnt in einer Stellungnahme vom Mai 2025 vor anhaltenden Ungleichheiten beim Bildungs- und Berufseinstieg junger Erwachsener. In modernen demokratischen Sozialstaaten müsse es ein zentrales Ziel sein, allen jungen Menschen gleiche Chancen auf Bildung und sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Insbesondere im jungen Erwachsenenalter würden dafür entscheidende Weichen gestellt. Laut dem BJK zeigen sich jedoch zahlreiche strukturelle Hürden: Fehlende oder erschwerte Zugänge zu Ausbildung, Studium und Arbeitsmarkt verhindern für viele junge Menschen den Aufstieg durch Bildung. Auch eine hohe Zahl an Ausbildungs- und Studienabbrüchen verweist auf systemischen Reformbedarf. Das Gremium hat dazu vier wissenschaftliche Gutachten beauftragt, die soziale Mobilitätsverläufe im Übergang zum Erwachsenenleben untersuchen. Die Ergebnisse belegen unter anderem, dass Herkunft und familiärer Hintergrund weiterhin maßgeblich über Bildungs- und Teilhabechancen entscheiden.

Das BJK fordert gezielte politische Maßnahmen: Mehr Unterstützung und bessere Infrastrukturen in Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Betrieben sollen insbesondere Bildungsaufsteiger*innen sowie mehrfach benachteiligte junge Menschen – etwa Geflüchtete, junge Menschen mit Behinderungen oder in prekären Lebenslagen – wirksam fördern. Nur so lasse sich das Versprechen von Chancengleichheit im Erwachsenenleben einlösen.