Im März 2026 ist das Buch „Postwendekinder. Für eine solidarische und gleichberechtigte deutsch-deutsche Zukunft“ erschienen, herausgegeben von Alma-Emilia Jahn, Marlene Mähler und Angelique Pershon. Der Band versammelt Beiträge von mehr als 30 Autor*innen und Künstler*innen aus der nach der Wende geborenen Generation. Diese jungen Menschen erheben ihre Stimme und rechnen mit eindimensionalen Bildern wie dem des Jammerossis oder Neonazis ab. Gleichzeitig grenzen sie sich von „Ostalgie“ und rassistischen Ideologien ab und eröffnen stattdessen vielfältige, differenzierte Sichtweisen auf den ‚Osten‘. Es sind persönliche Erzählungen, Essays und visuelle Beiträge, die verschiedene Perspektiven sichtbar machen.
Die Beschäftigung mit diesen anhaltenden Differenzen ist für junge Menschen mit Osthintergrund mit vielen Fragen verbunden: Welche Spuren haben die DDR und die deutsch-deutsche Teilung hinterlassen? Behindert eine ostdeutsche Identität den Wiedervereinigungsprozess oder ist sie eine legitime deutsche Teilidentität? Wie gehen wir mit dem Wahlverhalten in Ostdeutschland um? Sollen wir bleiben oder gehen?