Die Trendstudie „Jugend in Deutschland“ wurde im Jahr 2010 von Simon Schnetzer ins Leben gerufen, um jungen Menschen eine Stimme zu geben und sie an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. Sie macht die Sichtweisen und Interessen der jungen Generationen sichtbar und will Entscheidungsträger*innen aus Bildung, Wirtschaft und Politik wertvolle Einblicke und Handlungsempfehlungen liefern und soll ein besseres Verständnis zwischen Generationen fördern und die Grundlage für ein gelingendes wie produktives Miteinander schaffen.
Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“, die im März 2026 veröffentlicht wurde, zeigt, dass 21 % der jungen Menschen konkret planen, Deutschland zu verlassen, 41 % können sich grundsätzlich eine Auswanderung vorstellen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Polarisierung nehmen zu: Junge Frauen tendieren stärker zu linken Parteien, junge Männer zunehmend zu rechten Positionen. Die Studie betont den Bedarf an verlässlichen Perspektiven für Arbeit, Wohnen und finanzielle Sicherheit sowie an stärkerer gesellschaftlicher Beteiligung der Jugend, etwa durch Generationendialoge. Viele junge Menschen fühlen sich derzeit in wichtigen Zukunftsfragen zu wenig eingebunden, ihr Protest bleibt meist unter der Oberfläche sichtbar. Um Vertrauen und Leistungsbereitschaft der jungen Generation zu stärken, sind neue Beteiligungsformen und mehr Verantwortung notwendig.
Die diesjährige Studie enthält eine Trendanalyse mit Zeitvergleich der letzten Studien mit repräsentativen Ergebnissen für 14- bis 29-Jährige in Deutschland. Sie basiert auf einer Befragung von 2.012 Personen.