Außerschulische Bildung 2/2026

Klimakrise macht Hunger – Wanderausstellung der Welthungerhilfe

Auf der Erde gibt es eigentlich genug Nahrung für alle. Dennoch leiden Millionen Menschen an Hunger, obwohl der Zugang zu gesunden und ausreichend Lebensmitteln ein Menschenrecht ist. Warum der Klimawandel einer der größten Hungertreiber ist und wie das mit den unterschiedlichen Themengebieten Ernährung, Lebensmittelverschwendung, Landwirtschaft und Wasser zusammenhängt, zeigt eine spannende Wanderausstellung der Welthungerhilfe. Sie richtet sich gezielt an Schulen und Bildungseinrichtungen, aber auch an alle, die sich dafür interessieren, komplexe Zusammenhänge rund um das Thema Hunger zu verstehen.

Alle Menschen kennen nach einem langen Tag das Magenknurren. Aber das ist kein Hunger, wie die Ausstellung „Klimakrise macht Hunger“ sehr deutlich erläutert. Ganz generell bedeutet Hunger, dass „der Körper zu wenig gesunde Nahrung bekommt und damit zu wenig Energie, um gut zu funktionieren“, heißt es auf einer der Schautafeln. Beim bewussten Gang durch die Ausstellung lernen die Besucher in knappen und verständlichen Sätzen und anhand von einfachen Grafiken die drei Arten des Hungers kennen – nämlich den akuten, den versteckten und den chronischen Hunger.

Und man erfährt, was die Ursachen für Hunger sind. Davon gibt es viele wie zum Beispiel Armut, Klimakrise, Kriege und Konflikte, Ressourcen-Verschwendung, ein verzerrter Welthandel, Naturkatastrophen und mangelnde Geschlechtergerechtigkeit.

Hunger drückt sich immer auch in Zahlen aus. Deshalb erstellt die Welthungerhilfe seit 20 Jahren gemeinsam mit der Partnerorganisation Concern Worldwide und mit einer wissenschaftlichen Begleitung des Instituts für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) jährlich den Welthunger-Index (WHI). Der WHI zeigt nicht nur wie gut oder schlecht Menschen weltweit mit Lebensmitteln versorgt sind, sondern auch langfristige Trends. Er gibt ein sehr genaues Bild der Welternährung und des Hungers wieder.