Der Politmonitor, angelegt als Machbarkeitsstudie für einen regelmäßigen Bericht zur politischen Bildung, untersucht, unter welchen fachlichen, methodischen und statistischen Bedingungen eine realistische Bestandsaufnahme möglich sein könnte. Dabei werden bestehende Daten, neue Erhebungen und bestehende Lücken analysiert. Anspruch ist, politische Bildung in verschiedenen Bildungsbereichen systematisch zu analysieren und dringende Entwicklungsbedarfe aufzuzeigen. Der Monitor (erschienen Juni 2025) untersucht, wie politische Bildung in Schule, Hochschule, Lehrkräftebildung und außerschulischer Bildung umgesetzt wird und will vergleichbare Daten zu Rahmenbedingungen, Zugängen und Qualität politischer Bildungsangebote liefern. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede nach Schulform, Herkunft und Region. Sichtbar wird, dass Lehrkräftebildung und Weiterbildung häufig nicht ausreichend auf politische Bildungsinhalte ausgerichtet sind. Im außerschulischen Bereich bestehen strukturelle Herausforderungen, etwa bei der Vergütung oder der gleichberechtigten Teilhabe. Der Pilotmonitor soll, so der Anspruch, eine empirische Grundlage bieten, um politische Bildung gezielter zu fördern und strukturelle Defizite systematisch anzugehen.
Vor diesem Hintergrund und vor der Frage, ob gültige Ableitungen möglich sind, muss kritisch gefragt werden, welche Daten in den Bericht eingeflossen sind und welche (noch) fehlen.
Die Untersuchung wurde im Rahmen des von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) geförderten Projekts Machbarkeitsstudie Monitor Politische Bildung erarbeitet. Das Verbundprojekt wird seit 2021 unter gemeinsamer Leitung der Universitäten Bielefeld, Duisburg-Essen, Köln und Frankfurt am Main durchgeführt.