Wie kann der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) so ausgestaltet werden, dass er zu mehr Gerechtigkeit beiträgt und nicht Ungleichheiten verstärkt? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines neuen White Papers „KI und Gerechtigkeit: vier Thesen für die Zivilgesellschaft Spannungsfelder, Praxisbeispiele und positive Visionen“, welches im Projekt „Code of Conduct/Demokratische KI“ in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen aus 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen erarbeitet wurde. Gerechtigkeit bedeutet demnach faire Teilhabe, respektvoller Umgang auf Augenhöhe und eine bedarfsgerechte Verteilung von Ressourcen – auch im digitalen Raum. Der Einsatz von KI biete zwar Chancen für mehr Gerechtigkeit, etwa durch barrierefreie Technologien; gleichzeitig berge KI aber auch neue Risiken durch verzerrte Entscheidungen, unsichtbare Diskriminierung sowie soziale und ökologische Ungleichgewichte. Bis Ende 2025 sollen projektbezogen weitere Veröffentlichungen zum Thema sowie eine Selbstverpflichtung zum verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Zivilgesellschaft erscheinen.