Außerschulische Bildung 1/2026

Das Fediverse

Social Media demokratisch und partizipativ?

Social Media prägt unsere Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, doch zentrale Plattformen stehen immer wieder in der Kritik: Datenschutzbedenken, intransparente Algorithmen und mangelnde Mitbestimmung sind nur einige der Herausforderungen. Doch es gibt Alternativen!

Im Rahmen der Online-Fortbildungsreihe „Digitale politische Bildung“ lud der AdB am 18. Dezember 2025 zu einer 1,5-stündigen Einführung in das dezentral organisierte „Fediverse“ ein. Das Fediverse, ein Kofferwort aus „Federated“ und „Universe“, umfasst eine Vielzahl von unabhängigen Social-Media-Plattformen, die jedoch übergreifend vernetzt sind.

Zunächst besprachen die Teilnehmenden der Fortbildungen die Herausforderungen bei den großen kommerziellen Plattformen: Jede der Plattformen steht isoliert für sich und Nutzende sind gezwungen alle Änderungen und Entwicklungen mitzumachen, um ihren Zugang nicht zu verlieren. Teilweise unangekündigte und willkürlich erscheinende Kontosperrungen bringen nicht nur Unsicherheit, sondern bedeuten oft auch den Verlust eigener Inhalte.

Anders als die Sozialen Plattformen von großen Big-Tech-Firmen stehen im Fediverse die Interessen der Nutzenden im Vordergrund. Auf Algorithmen, die polarisierende Beiträge bevorzugen, wird verzichtet. Man kann sich darauf verlassen, dass Follower chronologisch alle Beiträge sehen können und die Systeme nicht zur Datenauswertung und Profiling der Teilnehmenden dienen.