Außerschulische Bildung 3/2025

Ergebnisse des Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendbeteiligung veröffentlicht

AdB unterstützt die Beteiligung junger Menschen

Das BMBFSFJ hat die Abschlussdokumentation des Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendbeteiligung (NAP) veröffentlicht. Der NAP war ein Dialogprozess der Bundesregierung mit dem Ziel, die Beteiligung junger Menschen in Deutschland zu stärken und damit die Jugendstrategie der Bundesregierung weiterzuentwickeln. Er lief von 2022–2024. In insgesamt 13 bundesweiten Veranstaltungen wurden Empfehlungen und konkrete Vorschläge erarbeitet, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mehr mitreden und mitbestimmen können.

Der AdB hat die gesamte Zeit über den NAP begleitet und daran mitgewirkt – durch die Mitgliedschaft im Jugendpolitischen Beirat des BMFSFJ ebenso wie durch die Teilnahme und Mitwirkung in den verschiedenen Formaten und Veranstaltungen des NAP, in dem sich insbesondere das AdB-Projekt Akademie für Kinder- und Jugendparlamente mit verschiedenen Workshops für junge Menschen sowie für Fachkräfte und in Diskussionsrunden eingebracht hat.

Der AdB begrüßt es, dass vielfach junge Menschen in den Veranstaltungen des NAP zu Wort kamen und sich diese Stimmen in der Dokumentation auch wiederfinden – trotz der Diskrepanzen, die sich dadurch an mancher Stelle zur Fachdebatte ergeben. Dies kann ein wichtiger Anknüpfungspunkt sein, um die Kinder- und Jugendbeteiligung und den dazugehörigen Fachdiskurs weiterzuentwickeln.

In der Abschlussdokumentation wird deutlich, dass junge Menschen sich mehr Beteiligung und Entscheidungsmacht wünschen, denn oftmals fehlt es weiterhin an echten und wirksamen Möglichkeiten der Einflussnahme. Sie gibt einen Einblick in zwölf thematische Schwerpunkte, darunter individuelle Ressourcen als Voraussetzung für eine Beteiligung junger Menschen, sichere Räume und inklusive, diversitätssensible Ansätze, Kompetenzen und Befähigung junger Menschen, Verbindlichkeit und Wirkung von Beteiligung sowie Überprüfung und Wirksamkeit von Beteiligung. Hervorgehoben werden dabei neben positiven Ansätzen wie Peer-to-Peer-Formaten auch Herausforderungen wie Adultismus, fehlende Ressourcen, mangelnde Repräsentanz und ungleiche Chancen. In der Abschlussdokumentation heißt es: „Wenn aber die Partizipation von jungen Menschen (…) eine wesentliche Voraussetzung für das Erfahren von Selbstwirksamkeit sowie das praktische Erleben und Erlernen von Demokratie ist, dann gilt auch umgekehrt, dass fehlende Beteiligungschancen als Schwächung politischer und demokratischer Bildung und – das darf nicht vergessen werden – als Verletzung kinderrechtlicher Verpflichtungen begriffen werden müssen.“ (S. 97)