Der AdB auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT)
Der AdB setzte auf dem DJHT vom 13. bis 15. Mai 2025 in Leipzig mit zahlreichen Fachveranstaltungen und Workshops Impulse für die politische Jugendbildung und die Stärkung demokratischer Prozesse. Zusammen mit der GEMINI – Gemeinsame Initiative der Träger politischer Jugendbildung organisierte der AdB einen Stand auf der DJHT-Messe. Dieser stand ganz im Zeichen der GEMINI-Kampagne „Demokratiestärker*innen“ (www.demokratiestaerkerinnen.de/kampagne).
Einen Slot am Stand gestaltete der AdB zusammen mit Christoph Schultz von Soziale Bildung e. V. in Rostock mit Einblicken in die politische Bildung des Vereins. Angesichts der zunehmenden Angriffe rechter Gewalt besonders in den letzten Jahren, werde immer wieder geprüft, welche Schutzräume für welche Zielgruppen notwendig seien. Der Verein kann die Einbettung in starke Strukturen und Netzwerke wie den AdB nutzen, um anderen Organisationen und Initiativen Support zu geben und den Containerbegriff Solidarität mit Leben zu füllen.
In dem Panel „Feldübergreifend qualifizierte Fachkräfte – geht das?!“ visualisierte der AdB erstmals das Kompetenzprofil für die politische Jugendbildung, das der AdB im Projekt „Kompetenzprofil für Fachkräfte der politischen Jugendbildung“ in einem breiten partizipativen Prozess mit rund 100 Fachkräften aus der Praxis für die Praxis entwickelt hat. Damit engagiert sich der AdB für die Qualifizierung und Professionalisierung des Feldes der politischen Bildung.
In dem Panel „Youth Work im Umgang mit shrinking spaces und Polarisierung?“ bei Europe@DJHT 2025 wurde gefragt: Wie gelingt es Youth Work, mit sich verändernden und schrumpfenden zivilgesellschaftlichen Räumen, mit sozialer und politischer Polarisierung umzugehen? In seinem Statement stellte Georg Pirker dar, dass junge Menschen zur hauptbetroffenen Bevölkerungsgruppe gehören, wenn es um die Einschränkung zivilgesellschaftlicher Räume, von Freiheiten und Grundrechten geht. Oftmals finden die Beschränkungen in Politikfeldern statt, die mit Jugendarbeit auf den ersten Blick wenig zu tun haben, was eine Reaktion der Arbeitsfelder herausfordernder macht. War es früher gerade die jüngere Generation, in die von der Politik die größte Hoffnung für eine demokratische Transformation gesetzt wurde, sei das Vorgehen gegen demokratisches Aufbegehren und Engagement junger Menschen als eine doppelte Kehrtwende zu begreifen.