Zugänge und Teilnahme von Jugendlichen aus marginalisierten Gruppen zu Angeboten der politischen Bildung – ein Gespräch
Iwona Domachowska: Seit 2016 finden in einem regelmäßigen Rhythmus Seminare für und mit Straßenkindern Zu verschiedenen Begriffen und den genannten Institutionen siehe das kleine Glossar am Ende des Gesprächs. im Bereich der politischen Jugendbildung statt. Sie entstehen in Kooperation zwischen dem Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V. (GSI) und KARUNA e. V. bzw. der Initiative „Momo – the Voice oft Disconnected Youth“ (MOMO) – Träger, die ganz unterschiedliche Profile haben. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Jugendliche und junge Erwachsene, die aus schwierigen Familienkontexten kommen und Teil ihres jungen Lebens auf der Straße verbrachten, zu Seminaren in ein Haus kommen, das mit seinem Angebot eher die Mitte der Gesellschaft als Zielgruppe erreicht … Dazu stellt sich als erstes die Frage nach dem Zugang für marginalisierte Gruppen zu (Bildungs-)Angeboten. Wie schätzt du das ein? Was war hier das ausschlaggebende Kriterium, dass es möglich war, Seminare für entkoppelte Jugendliche im GSI zu etablieren?
Anett Quint: Ich würde gern zwei Antworten darauf geben. Zum einen zum generellen Zugang von marginalisierten Gruppen und im Speziellen zu unserer gemeinsamen Verantwortung gegenüber der Gruppe der MOMOs.